23.11.2003, kg/Karlheinz Günster Rechtmehring -- Die Löcher in der
Rechtmehringer Hauptstraße seien nicht so tief wie die im
Haushalt des Landkreises, bemerkte Landrat Georg Huber humorvoll
zur Forderung der Gemeinde, diese Kreisstraße zu sanieren.
Zusammen mit Sachgebiets- und Abteilungsleitern besuchte er bereits
die achte Gemeinde einen ganzen Tag lang, diesmal war es
Rechtmehring. Einrichtungen und Betriebe wurden besichtigt und
anschließend mit Gemeinderat und Bürgermeister
diskutiert. Dass hinter der Firma "Schmid Landmaschinen" viel mehr steckt, als von der Straße her gewöhnlich zu sehen ist, erfuhren die Besucher bei der Besichtigung mit Firmeninhaber Engelbert Eisgruber. Der Betrieb wurde vor 42 Jahren von Alois Schmid gegründet, hat heute 21 Mitarbeiter, bildet aus, ist außerdem ein gefragter Zulieferer im Krananlagen- und Maschinenbau, und trägt sich mit Erweiterungsplänen. Der Weg zurück führte über die schlaglochreiche Hauptstraße, zu der Landrat Georg Huber auch gleich im Sitzungssaal der Gemeinde Stellung nahm: Die Sanierung sei für kommendes Jahr vorgesehen, aber von Zuschüssen des Landes abhängig. Fließen die nicht, sei auch die Sanierung nicht möglich. Es sei denn, die Gemeinden würden einer weiteren Erhöhung der Kreisumlage zustimmen. Es sei sogar fraglich, ob die vorgesehene Erhöhung der Kreisumlage überhaupt ausreiche. Ein Nachhaken von Bürgermeister Sebastian Linner beantwortete er mit vielen Sanierungsaufgaben des Landkreises bei unsicheren Einnahmen. Ähnlich sei es bei der
Brückensanierung im Gemeindeteil Hart. Der Landrat empfahl die
aktive Mitwirkung bei Förderprogrammen wie LEADER+, daraus
könnten hohe Zuschüsse fließen. Mehr noch: warum
man nicht mehrere Projekte zusammenlege, wie es in diesen
Programmen vorgesehen sei, das ergebe bessere Konditionen, meinte
der Landrat. "Vielleicht haben wir zu viel Geld?", fragte er. Zudem
solle "nicht für alles ein Ingenieurbüro beauftragt
werden", vieles könnten auch die Fachleute im Landratsamt
klären: "Unsere Leute stehen zur Verfügung". Abgesehen davon gebe es viele Sparmöglichkeiten, angefangen von der ehrenamtlichen Straßenreinigung, dem Schneeräumen bis hin zur Nachmittagsbetreuung von Kindern. Diese Form der Hilfe und des Engagements werde immer wichtiger. Es gebe sogar mittlerweile Senioren, die Existenzgründer berieten. Großeltern sollten mehr einbezogen werden und wo es nur gehe, zu Hause versorgt werden. Dem stehe aber das alleinige Streben nach Urlaub und Freizeitvergnügen im Wege. Als große Aufgabe sah der Landrat wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit die Bildung an. Jetzt schon sollten sich die Gemeinden um den wirtschaftlichen Aufschwung kümmern, zumal der Flughafen expandiere. Zudem verfüge man jetzt, worauf Gemeinderat Johann Huber hinwies, über eine neue Schule mit Turnhalle. Im Vorrat sollte Bauland gesichert werden, auch wenn es schwierig sei. Denn die Prognosen sprechen von rückläufigen Geburtenzahlen. Gemeinderat Bartholomäus Angerer erwähnte das "Grüne Zentrum", dessen geplante Standortverlegung der Landrat unbedingt verhindern will. Angerer erkundigt sich auch nach Ersatz für betagte Feuerwehrfahrzeuge. Es gebe einfach kein Geld und die Frage sei, "können wir uns über eine bestimmte Zeit hinwegretten?", antwortete Huber darauf. Landkreisweit sei durch die Einführung des Gelben Sacks die weitere Verwendung der Wertstoffhöfe ein Thema. Im Rechtmehringer Wertstoffhof würden dann nur noch Alteisen, Elektronikschrott und Grüngut angeliefert. Derzeit suche man nach einer einheitlichen Lösung, versicherte Georg Huber. Die Anlieferung von Grüngut beim Landkreis solle bis zwei Kubikmeter auch weiterhin kostenlos bleiben. |
|
![]() |
|
An-/Abmeldung als Autor,
Neuen Artikel bereitstellen,
Neue Ausgabe erstellen
![]() |
|
![]() |
|
Hauptseite des Magazins, zum Förderverein | ![]() ![]() ![]() |
![]() |