30.07.2005, eb/Eberhard Basler
Eine Woche lang waren zwölf junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren aus der französischen Partnergemeinde Azay le Ferron in Gars zu Gast. Bürgermeister Georg Otter zog jetzt beim Abschied ebenso wie die beiden Partnerschafts-Komitee-Präsidenten Philippe Boutonnet (Gars) und Monique Rejasse (Azay), gleichzeitig Reisebegleiterin, ein begeistertes Resumee.
Auch die jungen Leute waren rundum angetan von den sieben Tagen, der Abschied fiel schwer. Man verlebte in den Gastfamilien, zusammen mit der Garser Jugend und auf vielen Unternehmungen eine wunderschöne Zeit, so die einhellige Meinung. Viele junge Garser wollen im nächsten Jahr mit nach Azay zu den Feiern anlässlich des 20jährigen Bestehens der Partnerschaft fahren.
Erstes besonderes Highlight des Aufenthaltes war eine "bayerisch-französische Wanderung" im österreichischen Tirol. Das Hochgebirge sind die Franzosen aus der Brenne 180 Kilometer südwestlich von Paris absolut nicht gewohnt. Am Sonntag präsentierten die Gastfamilien nach der Messe in der Pfarrkirche individuelle Unternehmungen, im Mittelpunkt des von der EU geförderten Aufenthaltes stand an diesem Tag "das Leben in einer bayerischen Familie". Auch der attraktive Wildpark Oberreith war ein Ziel.
Die jungen Gäste besuchten auch das Gymnasium Gars, nahmen an einer Englischstunde teil und diskutierten bei einem gemeinsamen Frühstück (Foto)über das deutsche beziehungsweise französische Schulsystem sowie die Berufsausbildung in den beiden Ländern. Danach fand auf dem Sportgelände ein "Petanque"-Turnier mit den typischen Stahlkugeln statt, es ähnelt von den Regeln her unserem Stockschießen. Am Abend konnten die Gäste das Sommerkonzert des Gymnasiums genießen.
München und seine Umgebung wurden ebenfalls intensiv erkundet. In der Staatskanzlei lernte man das föderalistische System Deutschlands und den Freistaat Bayern kennen. Auch das Konzentrationslager Dachau, die Sportanlagen sowie das Stadtzentrum mit seinen Museen standen im Mittelpunkt des Interesses.
Die Rückreise traten die Franzosen mit einigen Geschenken an, die sie nun zu Hause lange Zeit an die schönen Tage in Gars erinnern werden.